Spezialitäten in Island

Die isländische Küche ist aufgrund der abgeschiedenen Lage im Nordatlantik, des rauen Klimas und der langen Winter eher karg. Die Basis der traditionellen isländischen Küche stellt dabei der Fisch dar, aber auch Seevögel finden sich immer wieder auf dem Speiseplan.

Spezialitäten Island

Spezialitäten Island

Die Viehzucht beschränkt sich auf Kühe, Pferde und Schafe, wobei vor allem das isländische Lamm bekannt für seinen besonderen Geschmack und eine beliebte Spezialität ist. Isländer ernähren sich außerdem auch von Wal- und Robbenfleisch, was immer wieder zu Protesten seitens internationaler Tierschutzorganisationen führt. Die Konservierung von Lebensmitteln war früher sehr wichtig, um die langen und harten Winter überstehen zu können. Dabei waren Räuchern, Trocknen, Pökeln und das Einlegen und Fermentieren die gängigsten Methoden. Speziell ist, dass die traditionelle isländische Küche kaum Gemüse und Gewürze kennt, da diese aufgrund der geografischen Lage kaum angebaut werden können. Im 20. Jahrhundert nahm das Land viele ausländische Einflüsse in sich auf, was die isländische Küche und Esskultur um zahlreiche Geschmacksrichtungen erweiterte.

Beliebteste Spezialitäten in Island

Nachfolgend nehmen wir Sie mit auf eine kulinarische Entdeckungsreise durch Island und stellen Ihnen eine Auswahl der bekanntesten und beliebtesten isländischen Spezialitäten vor.

Spezialitäten Island - Skyr

Skyr
Skyr ist ein traditionelles isländisches Milchprodukt, das am ehesten mit Quark oder dickflüssigem Joghurt zu vergleichen ist. Es ist sehr beliebt wegen seines hohen Proteinanteils und seines geringen Fettgehalts, sehr lecker in Kombination mit frischem Obst oder Milch. Skyr wird in verschiedenen Geschmacksrichtungen angeboten und wurde bei Touristen so beliebt, dass er mittlerweile auch in die USA, Großbritannien, Skandinavien und nach Deutschland exportiert wird.

Spezialitäten Island - Hákarl

Hákarl
Hákarl ist eine traditionelle isländische Spezialität, die aus fermentiertem Fleisch des Grönlandhais besteht. Da Geschmack und Geruch sehr intensiv sind, kommt dieses Gericht nur für die Mutigen infrage. Nur durch die Fermentierung ist das Haifleisch überhaupt essbar, da es ansonsten nicht nur ungenießbar, sondern sogar giftig wäre. Vor dem Verzehr wird die braune Kruste des Hais entfernt und das weiße Fleisch in kleinen Stücken mit Rúgbrauð (isländisches Roggenbrot) und dem Schnaps Brennivín serviert. Probieren Sie Hákarl doch einmal in Ihrem Island Urlaub.

Spezialitäten Island - Rúgbrauð

Rúgbrauð
Das Rúgbrauð ist ein dunkles, in der Regel süßlich schmeckendes Roggenbrot. Ursprünglich wurde es in einem quadratischen Tontopf im Erdboden nahe heißer Quellen vergraben und dort für mehrere Stunden gedünstet, bis es fertig gebacken war. Rúgbrauð ist eine beliebte Beilage und wird gerne zu Fischgerichten oder zu Butter- oder Hammelpasteten gereicht. Erhältlich ist das Brot in fast jedem Supermarkt auf der Insel.

Svið
Bei Svið handelt es sich um einen halben, abgesengten und gekochten Schafskopf. Svið gehört zu der Familie der Hangikjöt (dt. "Hängefleisch"), eine Bezeichnung, die alle isländischen Gerichte mit geräuchertem Lammfleisch umfasst. Svið wird in den meisten Supermärkten als Tiefkühlware angeboten und oft mit Kartoffel-Rübenstampf serviert. Vor allem unter der älteren Generation gelten die Augäpfel der Schafsköpfe als besondere Delikatesse.

Spezialitäten Island - Plokkfiskur

Plokkfiskur
Plokkfiskur ist ein beliebtes Fischragout aus gekochtem Fisch, Kartoffeln und Zwiebeln. Während es ursprünglich aus den Resten des Vortages gemacht wurde, gilt es heute als eigenständige isländische Spezialität und wird gerne mit Rúgbrauð und Butter serviert.

Spezialitäten Island - Harðfiskur

Harðfiskur
Eine isländische Delikatesse, die vor allem bei den Einheimischen sehr beliebt ist, ist getrockneter Fisch, meist Schellfisch oder Kabeljau. Überall in Island an den Küstenregionen sieht man die Holzgestelle, an denen der Fisch zum Trocknen aufgehängt wird. Da Harðfiskur fast nur aus Eiweiß besteht, handelt es sich in erster Linie um einen beliebten Snack, der einfach so gegessen wird. Aber auch in Kombination mit Butter oder Rúgbrauð definitiv eine Spezialität, die man bei einem Islandbesuch probieren sollte.

Spezialitäten Island - Pönnukökur

Pönnukökur
Pönnukökur sind isländische Pfannkuchen und werden wie Crêpes sehr dünn gebacken. Da der Teig im Gegensatz zu den meisten europäischen Rezepten auch ausgelassene Butter enthält, wird bei der Zubereitung nur wenig Fett verwendet. Viele Isländer besitzen in ihrem Haushalt eine ganz spezielle Pfanne für die Zubereitung von Pönnukökur. Angeboten werden Pönnukökur gerne "með sultu" (dt. "mit Konfitüre") oder "með þeyttum rjóma" (dt. "mit Schlagsahne"), gerne auch beides zusammen.

Spezialitäten Island - Kleinur

Kleinur
Kleinur ist ein Siedegebäck, das im ganzen skandinavischen Raum sehr verbreitet ist. Im Gegensatz zu Island, wo Kleinur ein alltägliches Gebäck ist und im ganzen Land in Bäckereien oder im Supermarkt verkauft wird, wird es in Schweden und Norwegen hingegen vor allem in der Weihnachtszeit verzehrt. Für Kleinur verwendet man ausgerollten Teig, der aus Mehl, Eigelb, Zucker und Butter besteht und mit einem besonderen Schneiderad, dem "kleinujárn" in kleine Streifen geschnitten wird. Anschließend werden diese in Öl oder Schmalz frittiert, wobei sie ihre typische Form annehmen. Kleinur schmecken am besten frisch gebacken und lauwarm serviert.

Die beliebtesten Getränke in Island

Spezialitäten Island - Brennivín

Brennivín
Brennivín (dt. "Branntwein") ist das bekannteste isländische Alkoholgetränk und wird gerne zu oder nach einem traditionellen isländischen Essen getrunken. Er wird aus fermentiertem Getreide hergestellt und mit Kümmel aromatisiert. Aufgrund des hohen Alkoholgehalts, des starken Geschmacks und des auffallenden schwarzen Etiketts, das die Menschen eigentlich vom Kauf von Brennivín abhalten sollte, wird der Schnaps auch als "schwarzer Tod" bezeichnet. Brennivín ist Gegenstand in zahlreichen isländischen Filmen und in der Literatur und wird jedes Jahr am 23. Dezember, dem Tag des Heiligen Thorlak, traditionell zusammen mit "Þorláksmessa" (dt. "Rochen mit Kartoffeln") serviert.

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