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Deutsche Rezepte zum Nachkochen

Wer über das Sauerkraut-Klischee und das Mantra der deftigen Hausmannskost hinweg sieht, dem eröffnet sich bei genauerem Blick eine riesige regionale Vielfalt der deutschen Küche. Diese können Sie mit unseren Rezepten deutscher Gerichte nun auch zuhause entdecken und genießen.

In unserem Artikel zu Spezialitäten in Deutschland sind wir bereits auf die groben Unterschiede im Norden, Süden, Westen und Osten des Landes eingegangen und haben Ihnen wesentliche regionale Delikatessen präsentiert. Die deutsche Küche hat sich durch Jahrhunderte sozialen und politischen Wandels zu einem nationalen Gefüge entwickelt, das sich nach wie vor gerade durch eine starke Regionalität und ihr Variantenreichtum auszeichnet. Längst ist auch die deutsche Spitzengastronomie im internationalen Vergleich an der Spitze angelangt und bietet eine Vielzahl an Spezialitäten, deren Name weltweit ein Begriff sind.

In der jüngeren Entwicklung kommen deutsche Rezepte aus ökologischen Überlegungen wieder verstärkt am heimischen Herd zum Einsatz. Der Trend zeigt klar, dass regionale Produkte und Erzeugnisse gegenüber denen, die über weite Strecken importiert werden müssen, bevorzugt werden. Dies stärkt einerseits die heimische Produktion und steigert die Verfügbarkeit von lokalen Produkten im Supermarkt, andererseits führt diese Entwicklung aber auch dazu, dass traditionelle deutsche Gerichte wieder vermehrt zuhause zubereitet werden, bzw. die klassischen deutschen Rezepte immer öfter der eigenen Inspiration dienen.

Im Folgenden möchten wir Ihnen nun ein paar Rezepte aus Deutschland an die Hand geben, mit denen auch Sie erfahren können, dass man für außergewöhnlichen Genuss nicht in die Ferne schweifen muss.

Labskaus

Deutsche Rezepte - Labskaus

Deutsche Rezepte - Labskaus

Labskaus ist ein typisches Gericht der Seefahrer und Matrosen aus Norddeutschland. 1878 findet es erstmals Erwähnung in einem seemännischen Wörterbuch. Zur Zubereitung von 4 Portionen benötigt man:

  • 1 Dose Corned Beef
  • 750g geschälte Kartoffeln
  • 3 Gewürzgurken (in Gurkensud)
  • 2 Zwiebeln
  • Rote Beete (optional)
  • 4 Matjesfilets (alternativ Bismarckheringe oder Rollmöpse)
  • 4 Eier
  • Salz, Pfeffer, gemahlenes Piment
  • Margarine / Butter zum Braten

Zubereitung:

  1. Zunächst werden die Kartoffeln als Salzkartoffeln gekocht.
  2. Parallel dazu, werden die fein gewürfelten Zwiebeln mit etwas Fett in einer Pfanne angedünstet. Nach kurzer Zeit wird das klein geschnittene Corned Beef hinzugegeben. Nach etwa 3 Minuten unter geschlossenem Deckel kommen zusätzlich die gewürfelten Gewürzgurken und etwas Gurkenflüssigkeit hinzu. Das Ergebnis sollte mit Salz, Pfeffer und Piment gewürzt werden. Wer möchte, kann nun auch noch etwas gewürfelte Rote Beete beigeben. Der Corned Beef Mix sollte noch etwa 10 Minuten leicht köcheln.
  3. Sobald die Kartoffeln fertig gekocht sind, können diese gestampft werden. Der Kartoffelstampf sollte jedoch nicht zu fein werden (kein Püree!).
  4. Nun kann der Corned Beef Mix und nach Bedarf noch etwas Gurkenwasser unter den Kartoffelstampf gerührt werden.
  5. Beim Anrichten der Teller gesellen sich traditionellerweise je ein Spiegelei sowie Matjes, Bismarckhering oder Rollmops zum Labskaus.

Guten Appetit!

Falscher Hase mit Rahm-Spitzkohl

Deutsche Rezepte - Falscher Hase

Deutsche Rezepte - Falscher Hase

Beim Falschen Hasen handelt es sich um einen Hackbraten, der in unterschiedlichen Variationen in vielen Ländern anzutreffen ist. Die Bezeichnung lässt sich bis ins 19. Jahrhundert zurückverfolgen. Folgende Zutaten werden für die Zubereitung für 4 Personen benötigt:

  • 1 altes Brötchen (alternativ Paniermehl)
  • 1 Ei
  • 800g gemischtes Hackfleisch
  • 800g Spitzkohl
  • 1 Zwiebel
  • Salz, Pfeffer, mittelscharfer Senf
  • Margarine / Butter
  • Gemüsebrühe
  • Schlagsahne

Zubereitung:

  1. Das alte Brötchen wird in kaltem Wasser eingeweicht, wieder ausgewrungen und anschließend mit einem Ei, gemischten Hackfleisch und 1 EL Senf verknetet. Das Ergebnis sollte nun mit Salz und Pfeffer gewürzt werden.
  2. Die Hackfleischmasse wird danach zu einem Laib geformt und in einer geeigneten, gefetteten Form bzw. auf einem Blech für etwa eine Stunde im vorgeheizten Backofen gebraten (Umluft: 175 °C / E-Herd: 200 °C).
  3. In der Zwischenzeit kann der Spitzkohl zubereitet werden. Er wird geputzt, gewaschen, in Streifen geschnitten und danach für ca. 5 Minuten in kochendem Salzwasser gegart. Die gewürfelte Zwiebel wird mit Margarine / Butter in einem Topf gedünstet und anschließend mit 100ml Gemüsebrühe abgelöscht und aufgekocht. Nun kann der abgegossene Spitzkohl hinzugegeben werden und unter geschlossenem Deckel weitere 5 Minuten schmoren. Abschließend wird die Beilage mit 4 EL Schlagsahne verfeinert.
  4. Im letzten Arbeitsschritt finden der Rahm-Spitzkohl und der in Scheiben geschnittene Hackbraten auf den Tellern Platz.
  5. Als Variation können dem Hackbraten auch angebratene Speckwürfel oder ganze Eier (hartgekocht und geschält) als Füllung beigegeben werden.

Wir wünschen viel Spaß beim Nachkochen und Guten Appetit!

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