Französische Rezepte zum Nachkochen

Für viele Gourmets stellt die französische Küche den Zenit der Kochkunst dar. In kaum einem anderen Land ist das Essen so ein wichtiger Bestandteil des Alltags und ein unverzichtbarer Pfeiler des nationalen Selbstverständnisses und der Kultur.

Gutes Essen ist ein Klischee über Frankreich, dass sich bei jedem Besuch unseres Nachbarlandes immer wieder bestätigt: Frische Produkte, regionale Spezialitäten, Jahrhunderte alte Traditionen, ein mannigfaltiges kulinarisches Erbe – all dies geht Hand in Hand und macht die französische Küche aus.

Charakteristisch bei Rezepten aus Frankreich sind Werte wie Qualität, Echtheit und Raffinesse. Der Globalisierung zum Trotz wird nach wie vor großes Augenmerk auf einheimische Produkte und Regionalität gelegt. So ist es nicht verwunderlich, dass die klassischen Spezialitäten aus Frankreich einzelnen Regionen zugeschrieben werden können und sich von dort in ihrer Beliebtheit auch landesweit durchsetzen konnten.

Exemplarisch steht so die Küche Südfrankreichs vor allem für mediterrane Gerichte, in den Regionen am Atlantik werden zumeist frischer Meeresfisch und Meeresfrüchte verarbeitet. Französische Rezepte aus der Provence zeichnen sich durch den Einsatz vieler aromatischer Kräuter, wie z.B. Rosmarin, Lorbeer, Majoran, dazu Gemüse wie Tomaten, Auberginen sowie Knoblauch aus und die Salzwiesen der Bretagne bieten einen idealen Nährboden für die Züchtung von Lämmern, deren Fleisch über einen typischen Salzgeschmack (frz. "pré-salé") verfügt.

Ihren Ruf verdankt die Cuisine française nicht zuletzt auch der Gourmetküche. Im 17. und 18. Jahrhundert galt der französische Hof in Europa als kulturell führend und somit bestimmten auch französische Gerichte die Küchen vieler Adelshäuser. Noch heute prägen viele französische Fachausdrücke aus dieser Zeit die gehobene Gastronomie weltweit. Nach der französischen Revolution wurde das kulinarische Erbe weiter gepflegt und entwickelte sich im 19. Jahrhundert zur "Haute Cuisine" (dt. "hohe / gehobene Küche"), der Grundlage der heutigen französischen Nationalküche. 2010 wurde das gastronomische Mahl der Franzosen in die Liste des immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen.

Mit unseren ausgewählten französischen Rezepten können Sie sich selbst davon überzeugen, dass die Küche Frankreichs mehr zu bieten hat als Baguette, Käse, Wein, Schnecken und Froschschenkel.

Coq au Vin

Französische Rezepte - Coq au Vin

Französische Rezepte - Coq au Vin

Das Rezept dieses berühmten französischen Nationalgerichts verlangt dem Namen nach traditionell nach einem Hahn. Seit der Intensivierung der Landwirtschaft in den fünfziger Jahren ist dieser jedoch selbst auf ausgesuchten Märkten selten zu bekommen. Längst wurde der Gockel in den heimischen Küchen und in der Gastronomie durch einfache Hühner ersetzt, sodass das Gericht eigentlich "Poulet au Vin" heißen müsste. Das Gericht wird dem Burgund zugeschrieben und klassisch mit Rotwein aus dieser Region zubereitet. Daneben gibt es viele lokale Varianten, etwa aus dem Jura ("Coq au Vin Jaune") oder Alsass ("Coq au Riesling"). Zur Zubereitung des klassischen Rezepts benötigen Sie für 4 Personen:

Zubereitung:

  1. Das Hühnchen sollte bereits am Vorabend mariniert werden, damit es einen kräftigen Geschmack annimmt. Dazu das Hühnchen zunächst waschen und gegebenenfalls zerteilen. Legen Sie es die Nacht über in Rotwein gemeinsam mit Lorbeerblättern, Nelke, Thymian, Rosmarin und zwei geschälten Möhren in einen Topf ein. Möchten Sie den Alkoholeinfluss abschwächen, können Sie die Marinade zunächst aufkochen, ehe Sie das Fleisch hinzu geben. Am nächsten Tag Fleisch, Marinierflüssigkeit und Zugaben durch ein Sieb trennen und beiseite stellen.
  2. Die Hühnchenteile in einem Bräter mit Olivenöl rundherum anbraten und anschließend wieder entnehmen. Stattdessen die geschälten und halbierten Schalotten, gemeinsam mit Thymian, Lorbeerblättern und zerkleinertem Knoblauch kurz anbraten.
  3. Anschließend die Hühnchenteile und die Marinierflüssigkeit vom Vorabend, gemeinsam mit Hühnerbouillon und den kleingeschnittenen Möhren hinzugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen, bevor Sie das ganze zugedeckt ca. 1,5 Stunden bei mittlerer Hitze schmoren lassen. Nach ca. 1 Stunde können die Champignons hinzugefügt werden. Ob ganz, halbiert oder in kleinen Stücken – das liegt ganz bei Ihnen.
  4. Zum Schluss das Fleisch erneut entnehmen, die Soße durch ein Sieb in einen Topf geben, aufkochen und mit Soßenbinder binden. Danach mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken, das Gemüse und Fleisch zurückgeben und servieren.
  5. Je nach Vorliebe passen Baguette oder Rosmarin-Kartoffeln und natürlich ein Rotwein hervorragend zum Gericht.

Guten Appetit!

Quiche Lorraine

Französische Rezepte - Quiche Lorraine

Französische Rezepte - Quiche Lorraine

Der französische Name "Quiche"“ leitet sich vom fränkisch-lothringischen Wort "Kichel / Kuechel" ab (dt. "Kuchen / Küchlein"), aus der Region die Spezialität stammt. Typische Merkmale sind der Mürbeteigboden und Eiermilch sowie die Verwendung runder Tarte-Backformen. Die große Beliebtheit in ganz Frankreich hat zu regionalen Varianten, z.B. im Vogesenraum (mit würzigem Käse) und dem Elsass (mit Zwiebeln), geführt. Unser Rezept soll Ihnen jedoch die nötigen Schritte zur Herstellung einer klassischen Lothringer Quiche à la lorraine aufzeigen – kurz: Quiche Lorraine. Für eine Tarte-Form mit ca. 28 – 30 cm Durchmesser werden folgende Zutaten benötigt:

Zubereitung:

  1. Ein Ei, Mehl, Butter, Weißwein und eine Prise Salz zügig verrühren und den Teig eingewickelt in Frischhaltefolie für 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Anschließend auf einer mit Mehl bedeckten Arbeitsfläche ausrollen.
  2. Die Tarte-Form einfetten und den Boden mit dem Mürbeteig auslegen. Der Teig sollte an mehreren Stellen mit einer Gabel eingestochen werden.
  3. Für die Füllung wird zunächst der Speck mit etwas Butter in einer Pfanne angebraten. Die Sahne und 4 Eier werden anschließend in einer Schüssel verrührt und mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss gewürzt. Anschließend kann der Speck hinzugegeben werden. Danach wird die Masse auf dem Teigboden verteilt.
  4. Der Backofen sollte auf ca. 190 Grad Celsius vorgeheizt werden (bei Ober- / Unterhitze 210 °C). Nach Erreichen der gewünschten Temperatur geben Sie die Tarte-Form in den Ofen und backen die Quiche für etwa eine halbe Stunde.
  5. Hat die Quiche eine schöne hellbraune Kruste auf an der Oberfläche kann sie aus dem Ofen genommen, in Kuchenstücke geschnitten und serviert werden.

Wir wünschen viel Spaß beim Nachkochen und Guten Appetit!

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