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Norwegische Rezepte zum Nachkochen

Gepökelt, konserviert und gesalzen werden Speisen in Norwegen noch immer. Wer jedoch denkt, dass dieses Land nur Fisch zu bieten hat, irrt sich.

Neben der traditionellen Hausmannskost, die einfach und deftig ausfallen kann, gibt es längst eine ausgefallene, moderne norwegische Küche. Unsere Rezepte zeigen, dass sich das Probieren lohnt.

Norwegen hat eine unendlich lange Küste zu bieten und ist daher in erster Linie für die vielen frischen Fischspeisen bekannt. Dazu gehören neben Fisch- und Muschelsuppen vor allen Dingen Stockfisch, getrockneter Dorsch und Hering. Letzterer bildete über einen langen Zeitraum hinweg das Grundnahrungsmittel der Norweger und wird daher in vielen Variationen angeboten. Daneben gibt es auch Walfleisch oder marinierte und geräucherte Forellen sowie Lachs.

Das skandinavische Klima erlaubt nur sehr kurze Sommerzeiten und kalte und lange Winter. Das erfordert in Norwegen das Konservieren der Lebensmittel, die eingelegt, gesalzen, getrocknet oder geräuchert werden. Nur so schafften es die Menschen in früheren Zeiten, sich über die langen Wintermonate hinweg mit ausreichend Nahrung zu versorgen. Genutzt wurde alles, was die eher karge Natur zu bieten hatte. Viele moderne norwegische Spezialitäten enthalten noch heute typische Zutaten. Von Pflanzen und Tieren werden so gut wie alle Bestandteile verarbeitet und verwendet. Dazu bildeten die Basis der norwegischen Küche neben Fisch auch Getreide und Milchprodukte.

Der Anbau von Getreide erfolgt vorwiegend im Süden Norwegens. Hier gibt es Sorten wie Gerste und Hafer, mit denen leckeres Fladenbrot, Hefebrot oder Knäckebrot gebacken wird. Die Brotsorten sind häufig knusprig und trocken, was den Vorteil einer langen Haltbarkeit bietet. Ein abgewandeltes Fladenbrot heißt "Lefse" und wird aus Kartoffeln gemacht. Genauso beliebt ist das "Kneipbrrød", das nach dem Erfinder der Kaltwassertherapie Sebastian Kneipp benannt ist und in Norwegen als "französisches Brot" verkauft wird, da es eine längliche und schmale Form hat und im Aussehen an ein Baguette erinnert.

Was Fleisch anbetrifft, so setzt die norwegische Küche bevorzugt auf Hammel und Lamm. Die Lämmerzucht in Norwegen ist berühmt, das Fleisch besonders zart, da die Tiere auf großen Weideflächen grasen.
Eine Spezialität ist "Smalahove", ein geräucherter Schafskopf, der heute eine Delikatesse ist, früher jedoch als Arme-Leute-Essen galt. Viele Fleischsorten werden gepökelt oder geräuchert. Dazu gibt es eine große Auswahl an Wildgerichten, die gerne mit Früchten und süß-sauren Soßen serviert werden. Rentier, Wildgeflügel und Elch sind ebenso beliebtes Fleisch wie Schaf, Rind und Ziege. Geschmacklich hat Elchfleisch etwas von Hirsch oder Rotwild. Rentierfleisch ist besonders mager. Auch das saftige und zarte Fleisch eines Moorhuhns bietet einen leichten Wildgeschmack. Die Fleischbällchen aus Hackfleisch, die mit einer passenden Soße zubereitet werden, heißen "Kjottkaker".

Besonders im Bereich der Süßspeisen trumpft Norwegen mit verrückten Kombinationen auf, darunter salzig-süße Spezialitäten, eine Mischung aus Schokolade und Lakritz oder karamellisierte Marshmallows. An Karamell erinnert auch der in Norwegen zubereitete Ziegenkäse "Brunost", der in Molke eingekocht wird und so eine goldbraune Farbe bekommt. Er dient häufig als Zugabe zu Waffeln oder wird einfach auf Brot gegessen. Er hat einen sehr hohen Fettanteil.

Als Begrüßungsspeise wird in Norwegen gerne ein Gericht gereicht, das optisch wie Kartoffelbrei aussieht und sich "Rømmegrøt" nennt, jedoch aus Reis oder Gries mit saurer Sahne gemacht und dann mit Butter, Zucker und Zimt verfeinert wird. Natürlich gibt es auch Gebäck, Waffeln und Kuchen, darunter Hefeteiggebäck mit Vanillepudding oder Eierkuchen, die "Svele" heißen, sich jedoch kaum von den Pfannkuchen in Deutschland unterscheiden.

Fårikål

Norwegische Rezepte - Fårikål

Norwegische Rezepte - Fårikål

Es handelt sich um ein Traditionsgericht aus Lammfleisch mit Weißkohl, das in einem Topf länger gekocht und mit schwarzem Pfeffer gewürzt wird. Serviert werden kann das Gericht als einfache Hausmannskost oder mit erweiterten Zutaten auch als kleines Festmahl. Sehr gut passen dazu gekochte Kartoffeln mit Petersilie. Für 4 Portionen benötigen Sie:

  • 800 g Lammfleisch
  • 1 Weißkohl
  • 250 ml Wasser
  • 1 EL Mehl
  • Salz und ganze Pfefferkörner

Zubereitung:

  1. Das Lammfleisch waschen, abtupfen und in kleine Würfel schneiden.
  2. Den Weißkohl zerteilen und in vier größere Stücke zerschneiden.
  3. In einen großen Topf jeweils eine Lage Lammfleisch und eine Lage Weißkohl geben, dazwischen Salz, Pfeffer und Mehl streuen.
  4. Den Topf mit Wasser auffüllen, bis die Zutaten komplett bedeckt sind.
  5. Das Gericht sollte auf kleiner Flamme etwa 1 bis 2 Stunden köcheln. Gegebenenfalls noch einmal mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Guten Appetit!

Gravlaks

Norwegische Rezepte - Gravlaks

Norwegische Rezepte - Gravlaks

Gebeizter Lachs, eingerieben mit schmackhaften Kräutern gilt als Delikatesse in Norwegen und wird häufig mit einer Wachholderbeeren- oder Senf-Dill-Soße verzehrt. Die Zubereitung ist etwas raffinierter, sollte jedoch für Hobbyköche kein Problem darstellen. Wichtig ist, dass der Lachs etwa 24 Stunden vor der Zubereitung eingelegt wird und ziehen kann. Folgende Zutaten brauchen Sie um 4 Personen zu bewirten:

  • 800 g Lachsfilet
  • 1 TL Koriandersamen
  • 30 g Wachholderbeeren
  • 40 g Meersalz
  • 1 EL Pfefferkörner (weiß)
  • 1 EL Zucker
  • 2 EL Weinessig
  • 1 EL saure Sahne
  • ½ Zitrone
  • 1 TL Honig
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 Bd. Dill
  • 1 Bd. Petersilie
  • Salz, Peffer, Öl

Zubereitung:

  1. Die Lachsfilets gründlich mit Wasser abspülen, trockentupfen und von den Gräten befreien. Gut ist, wenn der Lachs eine Hautseite hat, die dann für das Würzen auf die Arbeitsfläche gelegt wird.
  2. Wachholderbeeren, Pfefferkörner und Koriandersamen grob zerkleinern und mit Zucker und Salz vermengen.
  3. Den Fisch mit etwas Öl und der Würzmischung einreiben.
  4. Petersilie und Dill fein hacken.
  5. Die Kräuter an das Lachsfilet geben und mit Olivenöl beträufeln. Den Fisch in einen Gefrierbeutel geben, gut verschließen und 24 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.
  6. Für die endgültige Zubereitung dann zunächst die Soße vorbereiten. Dafür Dill hacken und Essig, Honig und Senf in einer Schüssel vermengen.
  7. Etwas Öl, Zitronensaft und saure Sahne dazugeben. Den gehackten Dill unterrühren und das Ganze mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  8. Das Lachsfilet aus dem Kühlschrank nehmen, trockentupfen, in dünne Scheiben schneiden und mit der Soße servieren.

Wir wünschen viel Spaß beim Nachkochen und Guten Appetit!

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