Spanische Rezepte zum Nachkochen

Die spanische Küche zeigt sich würzig und vielseitig, mit viel Fleisch, Meeresfrüchten und Fisch. Alleine die berühmte Paella gibt es in unzähligen Zubereitungsvariationen, wobei das ursprüngliche Rezept sogar Kaninchen und Schnecken enthielt. Ebenso bekannt sind Tortillas, Gazpacho oder verschiedene deftige Eintöpfe mit Hülsenfrüchten.

Spanien ist Teil der iberischen Halbinsel, die im 8. Jahrhundert von den Mauren erobert wurde. Der arabische Einfluss macht sich in der Sprache, Architektur und Ernährung bemerkbar. Auch andere Kulturen formten das Land und seine Traditionen. Gegessen wird morgens fast nichts, zu Mittag und zum Abendessen sind die Speisen meistens warm und bestehen aus zwei Gängen.

Die Vorspeise bilden kleine Teller mit Nüssen, Mandeln, Oliven, Schinken oder Chorizo. An Suppen gibt es schmackhafte und sämige Eintöpfe, die häufig Kichererbsen, weiße Bohnen oder Linsen enthalten. Hülsenfrüchte sind sehr proteinreich und gesund, gelten mittlerweile auch als "Superfood". Eine spanische Spezialität ist "Cocido de Carbanzos", ein Kichererbseneintopf mit Gemüse, Fleisch, Paprikawurst und Blutwurst.

In die "Paella", eines der bekanntesten Nationalgerichte aus Valencia, kommen Meeresfrüchte, Fisch, Reis und Bohnen. Ursprünglich wurde die große Pfanne über offenem Feuer befüllt. Safran diente als edles Gewürz. Heute gibt es zahlreiche Abwandlungen, wobei jedoch immer bissfester Reis verwendet wird. Dieser bildet die gewünschte Pfannengrundlage als schmackhafte Reiskruste.

Zu vielen Speisen wird Weißbrot gereicht. Als "Primer Plato" dienen kleine Teller mit eingelegtem Gemüse, Oliven, Hackbällchen, Wurst, Schinken, Anchovis, gebeiztem Fisch, mit "Piriñaca", einer Spezialität aus südlicheren Gefielen mit Salat, Paprika, Tomaten, Gurke, Ei und Makrele, die mit viel Essig und Öl angemacht wird, oder andere spanische Häppchen. Das Fingerfood wird auch gerne zu Bier und Wein serviert und bietet eine Auswahl an mehreren kleineren Köstlichkeiten. In Spanien gibt es zahlreiche Tapas-Bars, in denen die Häppchen dann im Stehen verzehrt werden. Dazu gibt es meistens Oliven und Aioli zum Tunken.

Zu den bekannten Rezepten Spaniens gehört auch das galizische Gericht "Polbo á feira". Serviert wird dieses mit gekochter Krake, Gewürzpaprika, viel Olivenöl und Salz. Fisch steht häufig auf dem Speiseplan, auch Muscheln in Weißwein oder Schmorgemüse. Die katalanische Edelfischpfanne heißt "Zarzuela", und Fisch- oder Fleischklößchen, die "Albóndigas" genannt werden, kochen die Spanier in Mandel-, Limonen- oder Tomatensoße.

Wird Fleisch zubereitet, ist dieses meistens scharf angebraten oder wird am Spieß gegrillt. In Galizien gibt es auch Eisbein mit Kohl und auf den kanarischen Inseln wird gerne Kaninchen mit viel Knoblauch verzehrt. Aus Salamanca stammt der Maurenspieß, bei dem Schwein-, Rind- und Lammfleisch auf kleine Holzspieße gereiht und angebraten wird. Bestellt man diesen Spieß in der Gastronomie, fragt der Keller, ob man "mit oder ohne" wünscht. Verlangt man "mit" bzw. "con", erhält man die scharf gewürzte Version.

Pikantere Wurstsorten und der berühmte Serrano-Schinken stammen aus den verschiedensten Regionen Spaniens. Berühmt ist die "Chorizo", eine würzige und grobkörnige Paprikawurst, die auch viele andere Speisen bereichert und einen guten Anteil Knoblauch enthält. Andere spanische Wurstsorten sind "Cecina", "Chistorra", "Fuet" oder "Morcilla". Letztere ist eine sehr deftige Blutwurst.

Unsere Rezeptauswahl enthält landestypische Spezialitäten, die leicht nachgekocht werden können. Wer Spanien bereist, vergisst die Eindrücke nicht so schnell und kann den alltäglichen Speiseplan um leckere Gerichte erweitern oder für Familie und Freunde einen Tapas-Abend veranstalten.

Paella

Spanische Rezepte - Paella

Spanische Rezepte - Paella

Die traditionelle Paella stammt aus Valencia und wird entsprechend an der spanischen Ostküste zubereitet. Benötigt wird eine flache und große Pfanne, in die einiges an Zutaten hineinpassen muss. Hauptzutaten sind Reis, Meeresfrüchte, Fisch, Gemüse sowie Hülsenfrüchte. Bei unserem Rezeptvorschlag kommt noch Fleisch hinzu. Für 4 Personen benötigen Sie:

Zubereitung:

  1. Die Hühnerbrust waschen, trockentupfen und in kleine Stücke zerteilen.
  2. Das Gemüse waschen und würfeln. Zwiebeln und Knoblauch fein hacken.
  3. Die Garnelen waschen und vom Darm befreien. Die Muscheln putzen. Das Schweinefilet in Würfel zerteilen.
  4. In einer großen flachen Pfanne etwas Olivenöl erhitzen, das Fleisch hinzugeben und scharf anbraten.
  5. Zwiebeln und Knoblauch untermischen. Danach auch Tomaten und Paprika in die Pfanne geben, zum Schluss den Reis und etwas Safran.
  6. Das Ganze dünstet etwa 10 Minuten und wird dann mit Gemüsebrühe abgelöscht. Erbsen und Bohnen kommen hinzu. Sie können direkt aus der Dose eingefüllt werden.
  7. Ist die Flüssigkeit nahezu verdunstet, kommen die Garnelen und Muscheln hinzu. Die Paella zieht bei geschlossenem Deckel etwa 10 Minuten und wird dann mit Zitronenstücken serviert.

Buen provecho!

Gazpacho

Spanische Rezepte - Gazpacho

Spanische Rezepte - Gazpacho

Die "Gazpacho" hat ihren Ursprung in Andalusien und ist als kalte, würzige Gemüsesuppe in der Sommerzeot sehr beliebt. Das Rezept kann mit verschiedenen Gemüsesorten verfeinert werden. Auch Beigaben wie Thunfisch oder Meeresfrüchte passen. Wichtig sind Toastbrot und etwas Essig. Die Suppe sollte am Vortag zubereitet werden und dann 24 Stunden abgedeckt im Kühlschrank ziehen. Folgende Zutaten sind für 4 Personen ausreichend:

Zubereitung:

  1. Die Ränder des Toastbrots abschneiden und dieses in kaltem Wasser einweichen.
  2. Tomaten waschen, einritzen und in kochendem Wasser kurz dünsten, damit die Haut leicht abgezogen werden kann.
  3. Die Paprikaschoten und die Gurke waschen und zerkleinern.
  4. Den Knoblauch fein hacken und die Zwiebeln würfeln.
  5. Das feuchte Toastbrot ausdrücken und gemeinsam mit den Tomaten, der Paprika und dem Knoblauch fein pürieren.
  6. Die Gemüsebrühe vorbereiten und kochen.
  7. Das Püree dazugeben und mit Salz und Pfeffer würzen. Essig und Olivenöl werden vorsichtig untergerührt.
  8. Zum Schluss kommen die Gurke und Zwiebeln hinzu. Die Suppe kann mit etwas Zitronensaft und frischem Basilikum abgeschmeckt werden.

Wir wünschen viel Spaß beim Nachkochen und Guten Appetit!

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